Digital Kindergarten

Das Spiel mit der Zukunft: Toben im Digital Kindergarten

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Es ist kein Geheimnis, dass man Kindern neue Dinge am besten auf spielerische Art und Weise näherbringt. Und was für Kinder gut ist, kann für Erwachsene nicht schlecht sein. Das dürften sich die Macher vom Digital Kindergarten auch gedacht haben – und so wurde eine normale Büroetage in Hamburg-Eppendorf für einen Tag zu einer kuscheligen Tech-Spielwiese umfunktioniert (an dieser Stelle ein großes Dankeschön an die Agenturen Achtung! und Future Candy, die das Event initiiert haben).

Das Gute an Spielwiesen ist ja, dass man darauf gepflegt herumtoben kann. Als Tech-Enthusiastin kommt mir so etwas natürlich sehr gelegen. Und ich habe getobt, zugleich auch ein paar Erkenntnisse über unsere digitale Zukunft gewonnen:

Virtual Reality – heute ist erst kurz nach dem Urknall

Ich gestehe: Bislang hatte ich noch keine Gelegenheit, VR-Technologie live und in Farbe zu erleben. Und dann habe ich innerhalb von 30 Minuten in einer virtuellen Welt Piñatas verkloppt, einen Strandspaziergang gemacht sowie eine gigantische Mall besucht. Die Anwendungsfälle sind unfassbar vielseitig – von Gaming bis E-Commerce bis Healthcare u.v.m. Zugleich braucht es aber noch etwas algorithmischen Feinschliff. Volle Räume stören das Signal, die Grafik erinnert teilweise noch an die Anfänge der Sims – da ist noch reichlich Luft nach oben. Aber: Sind die Kinderkrankheiten erst einmal überstanden, wird VR unser Leben massiv prägen.

Die Rolle des Smartphones verändert sich

Jedes Mal, wenn jemand im Jahr 2022 „Mobile First!“ skandiert, stirbt irgendwo ein Robbenbaby! Während das Smartphone heute noch eine dominante Rolle als zentrales Kommunikations-Device spielt, wird es in naher Zukunft eher eines von vielen sein, auf einer Stufe mit digitalen Assistenten, VR-Brillen und vernetzten Haushaltsgeräten. Beim Digital Kindergarten spielten Smartphones, mal abgesehen von der  Twitterei, in meiner Wahrnehmung eine eher untergeordnete Rolle. Oder sehe ich das Device vor lauter Bots nicht mehr?

Roboter kommen mir nicht ins Haus!

Beim Digital Kindergarten durfte ich Bekanntschaft mit Pepper machen. Einem richtig süßen kleinen Roboter, dessen Hundeblick einen sofortigen Adoptions-Reflex auslösen kann. Kein Wunder, als so genannter humanoider Roboter ist er darauf ausgerichtet Emotionen zu deuten und – auf eine gewisse Art – auch selbst zu zeigen. Keine zwei Minuten und ich hatte quasi schon eine Bindung zu Pepper. Warum ich ihn mir dennoch nicht als künftigen Mitbewohner vorstellen kann? Neulich war ich für einen halben Tag vom Internet abgeschnitten und war… nun ja … sehr unentspannt. Nicht auszudenken, was passieren würde, sollte Pepper mir gegenüber mal den Dienst verweigern…


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