Calliope mini

Calliope mini: Nie war Programmieren leichter

Es gibt viele Möglichkeiten, Kinder und Jugendliche spielerisch an die Welt des Programmierens heranzuführen. Zu den populärsten Projekten derzeit zählt zweifellos der Calliope mini, der unter anderem mithilfe eines Crowdfundings flächendeckend an Schulen in ganz Deutschland verteilt werden soll. Anlässlich des Weltfrauentags am 8. März haben die sympathischen Macher von App Camps zum Coden mit dem Calliope ins Betahaus Hamburg eingeladen. In gemütlicher Runde durfte ich mit anderen (überwiegend weiblichen) Teilnehmern zwischen acht und 38 (grob geschätzt ) mit der Wunder-Platine ein bisschen herumexperimentieren.

Der Calliope mini in der Praxis

Calliope mini_KinderhandZugegeben, aufgrund seines geringen Gewichts unterschätzt man den mini schnell. Seine Hardware bestehend aus Sensoren, USB, Bluetooth, Grove-Anschlüsse, Lautsprecher und Mikrofon, Lämpchen, Knöpfen, Motor-Anschluss und Prozessor kann sich jedoch sehen lassen. Strom bezieht der mini übrigens vom PC via USB-Kabel, jedoch lässt er sich auch per Batterie betreiben (problematisch: der Stecker mit den Konnektoren lässt sich per Hand nur schwer herausziehen – hier zeigt der Calliope mini kleine Schwächen!). Und wie kommt der Code auf die Platine? Mithilfe eines Browserbasierten Editors lässt sich der Mini-Computer schließlich programmieren, perspektivisch sollen selbsterstellte Programme sogar per App über das Smartphone kabellos auf den mini übertragen werden können.

Der mini bietet unzählige kreative Möglichkeiten: Von einfachen Experimenten mit Licht und Sound bis zur Konstruktion eines Roboters. Über Bluetooth können mehrere minis über Funk z.B. Nachrichten untereinander austauschen. Mit dem eigebauten Mikrofon können auch eigene Sounds aufgenommen werden, die dann z.B. bei Berührung  wieder abgespielt werden. Außerdem kann der mini auf Geräusche reagieren und bspw. messen, wie laut geklatscht werden.

Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Körber-Stiftung finden 59 Prozent der Bundesbürger, dass Kinder bereits in der Schule programmieren lernen sollten (September 2016). Aktuell ist das Lernen mit digitalen Anwendungen leider noch die Ausnahme, auch weil der kreative Ansatz fehlt. Der Calliope mini, geeignet für Schüler an Klasse drei, kann hier m.E. Abhilfe schaffen. Mit über 108.000 Euro konnte das Crowdfunding-Ziel von 60.000 Euro deutlich überschritten werden – das sind gute Nachrichten, nicht zuletzt für Deutschlands Schüler.

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