Mutter-Kind-Coden mit Lego und Arduino

Ein Bastelnachmittag der anderen Art: Statt Stift, Schere und Papier – wie wäre es mal mit Lego, Laptop und ein paar Modulen? Darauf habe ich mich kürzlich mit meinem siebenjährigen Sohn eingelassen. Anlässlich der Codeweek Hamburg luden die Women Techmakers zum IoT Workshop beim IT-Dienstleister eSailors ein. Das Ziel: Ein Legohaus mithilfe von Sensortechnik “aufpimpen”. Praktisch: Während sich das Kind mit stoischer Ruhe der Konstruktion des Hauses widmet, kann Mama die nötige Software installieren und den Microcontroller vorbereiten. Echte Teamarbeit also. Am Ende werden beide Komponenten zu einem “Gesamtkunstwerk” verkabelt. Doch zuvor bedarf es etwas Fleißarbeit.

Schritt eins: Microcontroller mit verschiedenen Modulen verbinden, darunter ein rotes LED-Lämpchen, ein Knopf und ein Mini-Ventilator.

Schritt zwei: Download und Software Setup von Arduino, einer Entwicklungsumgebung mit der Befehle an den Microcontroller geschickt werden (z.B. “Rotes Lämpchen: Leuchte, wenn eine bestimmte Aktion ausgeführt wird!”).

Schritt drei: VCP Treiber installieren, damit der Microcontroller über die USB-Schnittstelle angesteuert werden kann.

Schritt vier: Datenbank mittels Google Firebase einrichten. Module (mittels Tape) im Legohaus verbauen. Funktionen in Firebase händisch testen.

Schritt fünf: Mittels Code im Arduino-Editor gewünschte Funktionen programmieren, damit diese auf Knopfdruck starten.

Schritt sechs: Spaß haben!

Natürlich ist das eine sehr grobe Umschreibung des gesamten Vorgangs. Ein Haus aus Lego zu bauen ist nicht schwer, es technisch aufzumöbeln natürlich etwas herausfordernder. Aber es lohnt sich: Nicht nur, weil man eine gute Zeit mit seinem Kind verbringt, sondern am Ende auf spielerische Art und Weise das Zusammenspiel von Technik und Computern etwas besser durchschaut. Auf YouTube gibt es übrigens eine Vielzahl an Basteltipps für den Arduino-Einsteiger. Entwicklungskits kann man hier bestellen.

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